Abfall_04
HwK Südwestfalen

"Wir liefern zum Problem die Lösung gleich mit!"

Hier kommt die Software, die die Mülltrennung und die Dokumentationspflicht erleichtert! Dr. Volker Becker und Tobias Werthwein von der Handwerkskammer Düsseldorf haben das Programm maßgeblich mitentwickelt.

Die beiden Experten sind der Einladung des Beauftragten für Innovation und Technologie, Andreas Pater, gefolgt. Im bbz Arnsberg haben die Profis vor Ort Fragen zur Nutzung und Umstellung beantwortet.  

Seit August 2017 wird neu getrennt 

Ein kurzer Rückblick: Seit August 2017 gilt die neue Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV), die den Umgang mit gewerblichen Siedlungsabfällen und Bauabfällen regelt. "Neben den verschärften Getrennthaltungs-Vorschriften gibt es auch neue Dokumentationsanforderungen. Diese sind mehr als lästig…", beklagt Dr. Becker. "Abfallgemische sind schwerer zu entsorgen und es gilt immer zu erklären: Warum lasse ich Gemische zu?"  

Es kommt zu einem nennenswerten Mehraufwand. 2015 versuchte der Experte zusammen mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks die Änderungen zu verhindern – Leider ohne Erfolg.

 

Es gibt keine Ausnahmeregelungen

"Im Regelfall sollen am Unternehmensstandort sieben und auf Baustellen zehn Abfallfraktionen getrennt gehalten werden. Neu sind hier unter anderem Holz, Textilien, Dämmmaterial oder Baustoffe auf Gipsbasis", fasst Pater zusammen. Auch Art und Umfang der Getrennthaltung müssen festgehalten werden. "Auf Abruf" sind die Unterlagen der Abfallbehörde vorzuzeigen. 

"Bereits in der Vergangenheit konnte theoretisch die Dokumentation angefordert werden. Faktisch ist dies aber nie passier"“, verrät Becker. Jetzt muss diese immer gemacht werden. Bei Missachtung drohen in schwerwiegenden Fällen Bußgelder bis zu 100.000 Euro.

 

Diese kostenfreie Software macht alles leichter

Doch die Rettung naht: Eine Software des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) vereinfacht die Dokumentation. "Auch wenn die Einarbeitung Zeit braucht, mit der Software geht alles wesentlich einfacher", verspricht Becker. Werthwein ergänzt: "Die Software ist um einiges unkomplizierter als die Verordnung! Die wichtigsten Prozesse nimmt das System mit der Zeit alleine vor." 

Aber auch für den mühelosen Einstieg haben die Profis gesorgt. In mehreren  Videotutorials  erklären sie den Betrieben das Programm Schritt für Schritt. Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss: Der ZDH bietet die Software allen Handwerksbetrieben kostenfrei an!



Bei weiteren Fragen zum Thema steht Sabine Kordt  (Tel.: 02931/877 128) als Ansprechpartnerin von der Handwerkskammer Südwestfalen zur Verfügung. Außerdem gibt es auf den Seiten des  ZDH alle Informationen gebündelt.