Europa
HwK Südwestfalen

"Europa First" durch "Happy Things"!

In der Ruth-Cohn-Schule in Arnsberg wird Europa groß geschrieben. Am Europatag fliegen der Förderschule nicht nur die Luftballons weg, sondern auch das Lob zu. Denn engagierte Projekte und fleißige Schüler überzeugen auf ganzer Linie.

 

Kleine Schule – Viel Einsatz

Allen voran dank Schulleiterin Claudia Brozio sichert sich die Schule politische Unterstützung. "Der Europatag gehört heute ganz klar in meinen Terminkalender", betont Bürgermeister Ralf Paul Bittner.  "Ich schätze das Engagement und weiß, dass die Schule eine große Bedeutung für die Stadt hat."

Der Europaabgeordnete Dr. Peter Liese ergänzt: "Dass eine so kleine Schule so viel Einsatz zeigt, kenne ich sonst nicht. Dabei ist es entscheidend, dass sich Menschen begegnen, um Europa voran zu treiben." Und er plaudert aus dem Nähkästchen: "Ab 2020/2021 soll das Budget für Erasmus verdoppelt werden." "Es ist absolut wichtig, dass die Idee von Europa verstanden wird. Das hilft Vorurteile abzubauen", weiß Bundestagsabgeordneter Dirk Wiese.

 

Motivation? Kein Problem…

Vor allem das seit 2016 laufende  Erasmus+ Projekt "PRACTICE" ("Prospects Research Achievement Competence Training Improvement Challenges Employment") stößt auf Begeisterung. Durch den regen Austausch mit der Partnerregion West Lothian lernen die Schüler viel über andere Bildungssysteme. Und durch die Mini-Zertifikate schnuppern sie im bbz Arnsberg in hiesige Ausbildungsberufe rein. "Das Ziel ist, die Motivation der Schüler zu steigern", erklärt Brozio.“

 

Jute statt Plastik

Und das klappt. An der Förderschule sind nicht nur die Lehrer aktiv. Die 2015 ins Leben gerufene Schülerfirma "Happy Things" bedruckt Taschen, stellt Vogelhäuser, Schlüsselanhänger und einiges mehr her. "Jute statt Plastik ist unser Motto", verrät Schülerin Lena. "Es ist wichtig, dass Plastik reduziert wird." Auch der europäische Bezug ist ganz klar: 50 Prozent des Erlöses werden an geflüchtete Kinder gespendet. "So sind bereits 555 Euro zusammengekommen", freut sich Lehrerin Joanna Samol.   

 

"PRACTICE" hebt ab in die Lüfte

Zum gemeinsamen Abschluss ließen alle Anwesenden Ballons mit bedruckten Karten steigen. Jetzt hoffen die Schüler auf jede Menge Antworten und Frau Brozio darauf, dass "PRACTICE" in die Welt hinausgetragen wird.



Weitere Informationen zum Projekt gibt es hier   "PRACTICE"