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Beitrag

Jeder Mitgliedsbetrieb entrichtet jährlich einen Beitrag an die Handwerkskammer Südwestfalen. Für Existenzgründer gelten Sonderregelungen.

Grundbeitrag und Zusatzbeitrag

Der Kammerbeitrag besteht aus einem Grundbeitrag und einem Zusatzbeitrag, der sich am Gewerbeertrag des Betriebes orientiert.

Die Höhe des Beitrages beschließt die Vollversammlung. Der beschlossene Beitragsmaßstab tritt jeweils nach Prüfung und Genehmigung durch das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen in Kraft, das auch den Haushalt der Handwerkskammer genehmigen muss.

Übrigens: Der Anteil des Beitragsaufkommens am Gesamthaushalt der Handwerkskammer Südwestfalen beträgt derzeit rund 34 Prozent. Rund 37 Prozent der Einnahmen stammen aus den Erlösen für Lehrgänge und knapp 7 Prozent aus Verwaltungs- und Prüfungsgebühren für hoheitliche Aufgaben.

Häufig gestellte Fragen zum Kammerbeitrag: Kammerbeitrag FAQ



Beitragsberechnung 2018

Der Berechnung des Handwerkskammerbeitrages wird bei Betrieben, für die vom Finanzamt eine Gewerbesteuermessbetragsfestsetzung erfolgte, der Gewerbeertrag zugrunde gelegt und bei den anderen Betrieben der Gewinn aus Gewerbebetrieb. Berücksichtigt wird der Gewerbeertrag bzw. Gewinn des Erhebungszeitraumes 2015. Der Beitrag besteht aus einem Grundbeitrag und einem Zusatzbeitrag (§ 3 Abs. 1 Beitragsordnung).



I. Grundbeitrag

1. Der Grundbeitrag bemisst sich nach dem Gewerbeertrag bzw. Gewinn aus Gewerbebetrieb des Erhebungszeitraumes 2015 nach folgenden Staffeln:

Beim Gewinn oder Ertrag beträgt der Grundbeitrag

bis 7.500 EUR
141 € (Staffel 1)

von 7.501 - 12.500 EUR
208 € (Staffel 2)

von 12.501 - 18.500 EUR
284 € (Staffel 3)

von 18.501 - 28.500 EUR
319 € (Staffel 4)

von 28.501 - 38.500 EUR
361 € (Staffel 5)

über 38.500 EUR
453 € (Staffel 6)

2. Alle Kapitalgesellschaften (z. B. GmbH, AG, UG), Genossenschaften und die Personengesellschaften, bei denen eine Kapitalgesellschaft Gesellschafter ist (z.B. GmbH & Co KG), werden mit einem Grundbeitrag in Höhe von 526 € veranlagt. (Staffel 7)

3. Betriebe, die im Jahr 2015 noch nicht in der Handwerksrolle bzw. im Verzeichnis der Gewerbe, die als zulassungsfreie Handwerke oder handwerksähnliche Betriebe betrieben werden können, eingetragen waren und neu gegründet wurden, werden mit dem niedrigsten Grundbeitrag bzw. mit dem Grundbeitrag von 526 € (siehe 2.) veranlagt. Dies gilt ebenso für Betriebe, deren Gewinn aus Gewerbebetrieb oder Gewerbeertrag aus dem Jahr 2015 der Kammer zum Zeitpunkt der Veranlagung noch nicht bekannt ist; bei diesen wird später eine Nachveranlagung durchgeführt. Bei Betriebsübernahmen nach § 5 Beitragsordnung erfolgt eine Schätzung der Bemessungsgrundlage. (Staffel 8)

4. Betriebe, die im Erhebungszeitraum 2015 keinen Gewerbeertrag bzw. Gewinn erwirtschaftet haben, zahlen den niedrigsten Grundbeitrag nach Staffel 1 bzw. den Grundbeitrag nach Staffel 7.

5. Natürliche Personen, die erstmalig eine Gewerbe angemeldet haben, sind für das Jahr der Anmeldung von der Entrichtung des Grundbeitrages und des Zusatzbeitrages, für das zweite und dritte Jahr von der Entrichtung der Hälfte des Grundbeitrages und vom Zusatzbeitrag und für das vierte Jahr von der Entrichtung des Zusatzbeitrages befreit, soweit deren Gewerbeertrag nach dem Gewerbesteuergesetz oder, soweit für das Bemessungsjahr ein Gewerbesteuermessbetrag nicht festgesetzt wird, deren nach dem Einkommensteuergesetz ermittelter Gewinn aus Gewerbebetrieb 25.000 Euro nicht übersteigt.



II. Zusatzbeitrag

Der Zusatzbeitrag, der von allen Beitragspflichtigen erhoben wird, für die ein Gewerbesteuermessbetrag festgestellt ist und somit ein Gewerbeertrag 2015 vorliegt, beträgt 9,75 ‰ (Hebesatz) des Gewerbeertrages. Bei allen Betrieben außer den Kapitalgesellschaften und den Personengesellschaften, bei denen eine Kapitalgesellschaft Gesellschafter ist (z.B. GmbH & Co KG) wird ein Minderungsbetrag von 24.000 € berücksichtigt. Der Zusatzbeitrag beträgt pro Betrieb höchstens 35.000 €.

Der Beitrag wurde von der Vollversammlung am 29. November 2017 beschlossen, ordnungsgemäß veröffentlicht und vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen am 21. Dezember 2017 genehmigt. (Aktenzeichen 107/IA1-31-02/02 (2018))



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